Gefördert mit Mitteln aus der Bingo Umwelt Lotterie

Ausstellungskonzept „Kohlosseum“ unter pädagogischen Gesichtspunkten - Wissenswertes auf 500 Quadratmetern

Das Museum soll nicht nur eine reine Ausstellung sein, sondern auch ein Informationszentrum beinhalten, in dessen Mittelpunkt der Kohl steht.

Im Kohlosseum wird einer breiten Öffentlichkeit, der einheimischen Bevölkerung und den vielen Besuchern, die jedes Jahr in Dithmarschen Urlaub machen, der ökologische und umweltschonende Anbau des Gemüses „Kohl“ und seine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus näher gebracht. Unser Ziel ist eine breite Information über die „vorbeugende“ gesundheitliche Ernährung durch alle Kohlprodukte, besonders aber durch Weißkohl. Die in vielen, vor allem älteren Publikationen, beschriebenen gesundheitlichen Aspekte müssen bekannt gemacht werden.

Eine besondere Zielgruppe für Informationen ist die heranwachsende Generation, sprich die Schüler aller Altersgruppen.
Da in den Schulen heute oftmals zu wenig über die lokalen Gegebenheiten unterrichtet wird, ist ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement besonders gefordert.
An Hand von Schaukästen, Modellen, Ausstellungsgegenständen und Vorträgen möchten wir den Besuch des Kohlmuseums auch für Schulen zur Pflichtaufgabe machen. Die Schulen könnten dadurch entlastet werden.

Wir wollen über die oft anstrengenden, aber inzwischen mit großem Erfolg praktizierten ökologischen Anbaumethoden unserer Landwirte informieren. Die schonende Behandlung der Umwelt und deren viele „Facetten“ soll weiter in den Vordergrund gestellt werden. Das Zusammenspiel zwischen Nordsee, Kohl und Umwelt wird dargestellt.
Ziel ist letztendlich auch, Landwirte von der Aufgabe ihrer Höfe abzuhalten, mindestens aber die nachwachsende Generation für den Beruf des Landwirtes zu „begeistern“.
In einer „Krautwerkstatt“ werden die Abläufe zur Herstellung eines „Natursauerkrauts“ in Handarbeit gezeigt.

Dazugekommen ist die Herstellung einer Heilsalbe, „WEKOHSAL“, einem Shampoo aus Weißkohlsaft "WEKOHSHAMP", und des Pflegeproduktes "WEKOHLOTION", die schon sehr begehrt sind. Hier kann aus der Praxis über die gesundheitlichen Aspekte des Kohls referiert werden.

Der erste Hammerschlag

Für das Museum wurden bereits zahlreiche Ausstellungsstücke gesammelt, wie z.B. alte Kohlpflanzmaschinen, Ackergeräte, Kohlschneidemaschine, alte Holzsauerkrautfässer, Kohlschneidemesser, diverse Kohl-Verarbeitungsgeräte, Landmaschinen, historische Bilder und vieles andere. Die Bilderausstellung „Alte Bauernhöfe“ der dithmarscher Landfrauen ist schon heute ein Blickfang.
Die Verbindung dieser Strukturen: alte und neue Maschinen, Abläufe von der Pflanze bis zur Ernte, was verbirgt sich hinter biogerechtem Anbau, die gesundheitlichen Aspekte und die Geschichte des Kohls, werden den Besuchern erläutert.
Präsentationen sollen das Bild abrunden.
Es werden unterschiedliche Themen behandelt, so dass auch die Vielfalt unserer Region interessant dargestellt werden kann.
Deutschlands „Kohlkammer“, das dithmarscher Marschgebiet, liefert jährlich etwa 80 Millionen Kohlköpfe.
Was lag näher, hier in Wesselburen, wo einst die größte Sauerkrautfabrik in der Region stand, ein Museum für das Gemüse „Kohl“ einzurichten? Die 2. Etage der alten Fabrik mit alten Holzbalken und einem Ambiente, wie man es heute nur noch selten findet, war schnell als Standort ausgemacht.
Wie aber sollten diese Ideen umgesetzt werden? Es waren für diese Investition erhebliche Mittel erforderlich.
Die treibenden Personen, Martin Kehl, Achim Krumbiegel und Hubert Nickels waren sich schnell einig: wir brauchen einen Förderverein und Sponsoren.
2005 war es dann soweit, die Bauarbeiten konnten beginnen, dank eines guten Basisbetrags der BINGO-Umweltlotterie.
Am 31. Oktober erfolgte im Beisein unseres Kreispräsidenten, Karsten Peters, der erste Hammerschlag.

Inzwischen wurden erhebliche Umbaumaßnahmen realisiert. Eine der Wichtigsten war eine neuer Fußboden und das neue Treppenhaus.

Nun müssen alle Teile in ein vorhandenes Konzept eingebunden werden.
Die offizielle Eröffnung war am 8. Dezember 2007. Seit Anfang 2008 ist es regelmäßig geöffnet.

2011 hat der Förderverein den noch nötigen 2ten Fluchtweg durch eine Fluchttreppe im Außenbereich finanziert.

Es ist angerichtet! Schauen Sie es sich an !

Feierliche Eröffnung des Kohlmuseums