Die größte deutschen "Kohlkammer"

Die "Kohlkammer"
Die so genannte deutsche "Kohlkammer" liegt im Schutz der Dithmarscher Deiche in den Marschen. Durch Revolutionierung des Gemüseanbaus sowie durch die günstigen Boden- und Klimaverhältnisse entstand in Dithmarschen vor rund 115 Jahren das heute größte geschlossene Kohlanbaugebiet in Deutschland.

Pionier des "grünen Goldes"
Ein wichtiger Begründer für den wirtschaftlichen Erfolg der Dithmarscher Kohlkammer war der Gärtner Eduard Lass aus Wesselburen, der 1889 den Gemüseanbau revolutionierte. Als Pionier der Forschung im Gemüseanbau entdeckt der Dithmarscher Anfang der 1890er Jahre, in einer schwierigen Zeit für die Landwirtschaft, einen Ausweg aus der Absatzkrise: den Anbau und die Vermarktung von Industriekohl im großen Stil.

Nach ersten Zuchtversuchen wagte Lass gemeinsam mit dem Gutsbesitzer Schröder vom Büsumer Osterhof den entscheidenden Schritt, indem sie ihren Kohl großflächig auf 50 Hektar anpflanzten. Manch einer schüttelte darüber den Kopf, aber der Erfolg sprach für sich und schnell herrschte Goldgräberstimmung. Eduard Lass, der die Ader mit dem "grünen Gold" entdeckt hatte, machte mit seiner bahnbrechenden Idee 1892 zum "Schicksalsjahr im Dithmarscher Gemüseanbau".

Von der "süßen Sünde" zum "grünen Gold"
1865 erbaute der Belgier Charles de Vos das heutige Gebäude des Kohlosseums als Zuckerfabrik. 45 Jahre später brachte der Zucker nicht mehr ausreichend Gewinn ein. An Stelle von Rüben wurde jetzt Kohl angebaut und verarbeitet. Hiermit wurde ein Grundstein für den hiesigen Kohlanbau gelegt, Dithmarschen wuchs im Laufe der Zeit zum größten zusammenhängenden Kohlanbaugebiet in Europa. Mit dem Erwerb des Gebäudes 1948 durch die Familie Philipp entsteht eine moderne Sauerkraut-Konserven-Fabrik, die bis 1995 eine tragenden Rolle für die europaweite Kohlvemarktung in spielt.

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Die größte deutschen "Kohlkammer"

Die "Kohlkammer"
Die so genannte deutsche "Kohlkammer" liegt im Schutz der Dithmarscher Deiche in den Marschen. Durch Revolutionierung des Gemüseanbaus sowie durch die günstigen Boden- und Klimaverhältnisse entstand in Dithmarschen vor rund 115 Jahren das heute größte geschlossene Kohlanbaugebiet in Deutschland.

Pionier des "grünen Goldes"
Ein wichtiger Begründer für den wirtschaftlichen Erfolg der Dithmarscher Kohlkammer war der Gärtner Eduard Lass aus Wesselburen, der 1889 den Gemüseanbau revolutionierte. Als Pionier der Forschung im Gemüseanbau entdeckt der Dithmarscher Anfang der 1890er Jahre, in einer schwierigen Zeit für die Landwirtschaft, einen Ausweg aus der Absatzkrise: den Anbau und die Vermarktung von Industriekohl im großen Stil.

Nach ersten Zuchtversuchen wagte Lass gemeinsam mit dem Gutsbesitzer Schröder vom Büsumer Osterhof den entscheidenden Schritt, indem sie ihren Kohl großflächig auf 50 Hektar anpflanzten. Manch einer schüttelte darüber den Kopf, aber der Erfolg sprach für sich und schnell herrschte Goldgräberstimmung. Eduard Lass, der die Ader mit dem "grünen Gold" entdeckt hatte, machte mit seiner bahnbrechenden Idee 1892 zum "Schicksalsjahr im Dithmarscher Gemüseanbau".

Von der "süßen Sünde" zum "grünen Gold"
1865 erbaute der Belgier Charles de Vos das heutige Gebäude des Kohlosseums als Zuckerfabrik. 45 Jahre später brachte der Zucker nicht mehr ausreichend Gewinn ein. An Stelle von Rüben wurde jetzt Kohl angebaut und verarbeitet. Hiermit wurde ein Grundstein für den hiesigen Kohlanbau gelegt, Dithmarschen wuchs im Laufe der Zeit zum größten zusammenhängenden Kohlanbaugebiet in Europa. Mit dem Erwerb des Gebäudes 1948 durch die Familie Philipp entsteht eine moderne Sauerkraut-Konserven-Fabrik, die bis 1995 eine tragenden Rolle für die europaweite Kohlvemarktung in spielt.

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