Die Geschichte

In der historischen Sauerkrautfabrik waren bis Mitte der 90er Jahre über 120 Mitarbeiter beschäftigt. Hier wurden an die 10 Mio. Verpackungseinheiten Sauerkraut, Gemüse und Feinkostartikel produziert.

Rund 50 Landwirte lieferten dafür Gemüse an, das nach der Verarbeitung bundesweit über viele Reformhäuser und Naturkostläden vermarktet wurde.

Auch ins europäische Ausland und z.B. nach Kanada, die USA und Japan reichten die Handelsbeziehungen. Die Fabrik war spezialisiert auf biologisch angebaute Rohstoffe und betrieb jahrelang einen eigenen Biohof mit ca. 70 ha Ackerfläche.

Chronik

1865 Bau des Gebäudes durch den Belgier Charles de Vos.
1878 bis 1909 die Zuckerfabrik gelangt in den Besitz des Ökonomierats Bernhard Schröder.
1909 Schließung der Zuckerfabrik wegen Unrentabilität. Statt Rüben wird jetzt Kohl angebaut. Im Laufe der Zeit wächst Dithmarschen zum größten zusammenhängenden Kohlanbaugebiet in Europa.
1948 die Familie Philipp erwirbt das Gebäude mit Gelände und baut es zu einer modernen Sauerkraut-Konserven-Fabrik aus.
1995 die letzte Dose läuft vom Band und der Betrieb muss aufgrund schwacher Wirtschaftstrukturen und fehlender Abwasserkapazitäten stillgelegt werden.
2007 die Familie Philipp verkauft das gesamte Gelände an eine Investmentgesellschaft.

 

Mit der Schließung der Sauerkrautfabrik in Wesselburen 1995 ging auch ein Stück Dithmarscher Geschichte verloren.

Insgesamt 84 Jahre wurde hier Kohl im großen Stil verarbeitet und vermarktet. Auch heute stellt der Kohl für die Landwirte weiterhin eine wichtige Einnahmequelle dar.

Hubert Nickels, ehemaliger Produktions- und Betriebsleiter in der Firma Philipp & Co. Wesselburen, beschlossen daher gemeinsam mit Martin Kehl und Achim Krumbiegel das Kohlosseum ins Leben zu rufen.

Wichtig war dabei die Gründung eines Fördervereins, der unter dem Dach des „Kohlosseums“, die Krautwerkstatt, einen Bauernmarkt und ein Kohlmuseum integriert hat.

In der historischen Sauerkrautfabrik waren bis Mitte der 90er Jahre über 120 Mitarbeiter beschäftigt. Hier wurden an die 10 Mio. Verpackungseinheiten Sauerkraut, Gemüse und Feinkostartikel... mehr erfahren »
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Die Geschichte

In der historischen Sauerkrautfabrik waren bis Mitte der 90er Jahre über 120 Mitarbeiter beschäftigt. Hier wurden an die 10 Mio. Verpackungseinheiten Sauerkraut, Gemüse und Feinkostartikel produziert.

Rund 50 Landwirte lieferten dafür Gemüse an, das nach der Verarbeitung bundesweit über viele Reformhäuser und Naturkostläden vermarktet wurde.

Auch ins europäische Ausland und z.B. nach Kanada, die USA und Japan reichten die Handelsbeziehungen. Die Fabrik war spezialisiert auf biologisch angebaute Rohstoffe und betrieb jahrelang einen eigenen Biohof mit ca. 70 ha Ackerfläche.

Chronik

1865 Bau des Gebäudes durch den Belgier Charles de Vos.
1878 bis 1909 die Zuckerfabrik gelangt in den Besitz des Ökonomierats Bernhard Schröder.
1909 Schließung der Zuckerfabrik wegen Unrentabilität. Statt Rüben wird jetzt Kohl angebaut. Im Laufe der Zeit wächst Dithmarschen zum größten zusammenhängenden Kohlanbaugebiet in Europa.
1948 die Familie Philipp erwirbt das Gebäude mit Gelände und baut es zu einer modernen Sauerkraut-Konserven-Fabrik aus.
1995 die letzte Dose läuft vom Band und der Betrieb muss aufgrund schwacher Wirtschaftstrukturen und fehlender Abwasserkapazitäten stillgelegt werden.
2007 die Familie Philipp verkauft das gesamte Gelände an eine Investmentgesellschaft.

 

Mit der Schließung der Sauerkrautfabrik in Wesselburen 1995 ging auch ein Stück Dithmarscher Geschichte verloren.

Insgesamt 84 Jahre wurde hier Kohl im großen Stil verarbeitet und vermarktet. Auch heute stellt der Kohl für die Landwirte weiterhin eine wichtige Einnahmequelle dar.

Hubert Nickels, ehemaliger Produktions- und Betriebsleiter in der Firma Philipp & Co. Wesselburen, beschlossen daher gemeinsam mit Martin Kehl und Achim Krumbiegel das Kohlosseum ins Leben zu rufen.

Wichtig war dabei die Gründung eines Fördervereins, der unter dem Dach des „Kohlosseums“, die Krautwerkstatt, einen Bauernmarkt und ein Kohlmuseum integriert hat.

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